Wir verbringen zurzeit sehr viel Zeit im Weinberg. Die Reben sind ausgetrieben und bereits ein gutes Stück gewachsen, hier und da beginnen die ersten Gescheine bereits zu blühen.
Anfang Mai begannen wir mit dem Ausbrechen überschüssiger Triebe: Wasserschosse, Doppeltriebe, Kümmertriebe und alle Triebe, die im Kopfbereich der Rebe kreuz und quer wachsen. Diese Arbeit ist sehr aufwendig, verringert den Ertrag und bedarf Können, Konzentration und ein Gefühl für den Rebstock – aber essenziell, um saftig goldgelbe Trauben zu ernten.
Ist diese Arbeit geschafft, beginnt das Aufbinden. Heute nimmt uns der Drahtrahmen viel Arbeit ab, Bast kommt nur noch für einzelne Ausreißer zum Einsatz. Anfang Juni sind die Reben um ein gutes Stück gewachsen und werden nun geheftet – dieser Arbeitsgang wiederholt sich 2 bis 3 Mal, bis die Reben zum obersten Draht gewachsen sind.