Sommer 2026 an der Mosel: Wie in vielen Teilen Europas ist es sehr heiß, sehr trocken. Es fehlt dringend der erlösende Regen.

Das sieht man besonders an den jungen Reben: Wie klein die Trauben geblieben sind und wie sehr sie zu kämpfen haben.

Auch an älteren Reben sieht man teilweise eingerollte Blätter, die schon vertrocknen. Intensive Sonneneinstrahlung und Hitze sind dafür der Grund.

Besonders empfindlich trifft uns der Sonnenbrand an den Rieslingtrauben: Einzelne Beeren sind förmlich verkocht und beginnen jetzt weich zu werden. Das erfordert viel Selektion und Handarbeit – aber das haben wir wie immer gut im Griff. Ärgert uns natürlich, weil die Menge geringer wird.
Doch anderswo sieht es deutlich besser aus.

Überall, wo noch etwas Wuchs in den Reben ist, haben sie auch jetzt noch tiefe Wurzeln – das ist dem Bodenaufbau zu verdanken, den wir betreiben, und der nachhaltigen Landwirtschaft. Ein Thema, das sich jetzt voll auszahlt.


Belohnt werden wir mit wirklich schönen, vielversprechenden Trauben. Erstaunlich, wie weit die Entwicklung schon vorangeschritten ist – wir rechnen mit einer sehr frühen, intensiven Ernte.
Dann kommen wir zum Thema Ökologie.

Sogar ganze Bäume vertrocknen, die Blätter werden braun – es sieht teilweise aus wie im Herbst. Das ist bedrohlich, auch für den Wald: Die Waldbrandgefahr steigt immer weiter, in der Nähe sind bereits vereinzelt Waldbrände aufgetreten.

Die Wiesen vertrocknen, und auch in der Mosel unten bilden sich Blaualgen.

Wirklich schade, dass man im August nicht mehr baden gehen kann: Zu wenig Regen und zu warme Temperaturen lassen die Blaualgen wachsen, die auch gesundheitliche Probleme verursachen können. Mehr dazu beim Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz.